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Weltgebetstag der Frauen in Deutz 

                                          von Annegret Marie Becker

 

Surinam – ein lautmalerisch schöner Name eines exotischen Landes. Aber was wissen wir darüber?

2018 ist Surinam  – ehemals niederländische Kolonie in Südamerika – Thema des Weltgebetstag der Frauen.

In der Deutzer St. Johannes-Kirche trugen Frauen verschiedener Konfessionen Texte aus der entsprechenden Gottesdienstordnung vor, waren Sprecherinnen der vielen Ethnien in Surinam. Das Wort „moksi“ steht gleichzeitig für gemeinsam wie „Mischmasch“ der  unterschiedlichen Volksgruppen. Surinam, das 1975 unabhängig wurde, besteht zur Hälfte aus Christen (ehemals evangelische Herrenhuther Brüdergemeinde), 22% sind Hindus und 14% Muslime oder haben andere, auch Naturreligionen.

Die Gottesdienstbesucher und -besucherinnen erfuhren, welch ungeheurer Reichtum an Tieren und Pflanzen, welche Naturschönheit das Land aufweist, dass aber gleichzeitig Mangrovenwälder durch den steigenden Meeresspiegel sterben und das Wasser von Quecksilber verseucht ist durch den Abbau von Gold und Bauxit – eine enorme Umweltverschmutzung eines paradiesisch schönen Landes. Ein Problem ist auch die sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen.

Als die Schöpfungsgeschichte von den mitwirkenden Frauen vorgetragen wurde, konnte man jeweils in kleinen Gruppen acht eindrucksvoll gestaltete Stationen in der Kirche besuchen. Die Themen Licht, Luft, Natur, Menschen, Bäume, Tiere waren in vielfältiger Weise nicht nur durch nachdenkenswerte Texte sondern auch mit allen Sinnen erfahrbar.

Die Besucherinnen schauten, lauschten, lasen, ertasteten, malten oder rätselten. Wunderschön war der Altar gestaltet mit einem Bodenbild zur Schöpfungsgeschichte.

Nach dem Gottesdienst erfolgte die Einladung, surinamische Köstlichkeiten zu probieren.

Es gab schmackhafte Bananensuppen, Maniok-Frikadellen, Maniokchips, Sandwiches mit Erdnußbutter, Avocadocreme und Erdnüsse.

Der Weltgebetstag hatte nachdenklich gemacht, berührt und die Gottesdienstbesucher und -besucherinnen innerlich reich beschenkt.

Ein Dankeschön an das Team von Frau Commer für die Vorbereitung und wunderbar kreative Umsetzung der Thematik, für die eindrucksvoll vorgetragenen Texte, die großartige musikalische Begleitung und den wundervollen Gesang.